Lackpolitur erklärt

Die meisten wissen gar nicht was sie da eigentlich verarbeiten wenn man mit der Maschine diese dickflüssige Politur auf den Lack schmiert.

Darum erklären wir nun was Politur eigentlich ist.

Politur, egal ob für die Autopolitur, Möbellackpolitur, oder Bootspolitur hat immer ähnliche Bestandteile und Wirkungsweisen.

Politur trägt immer Lack ab und soll nicht auf der Oberfläche verbleiben!

Viele Anwender denken dass sie mit der Politur etwas auftragen, das wäre der Vorgang des polierens.

Polituren bestehen aus kleinen Mikroschleifkörnern, ähnlich wie Schleifpapier,. Das heißt polieren ist nichts anderes als mikrofeines schleifen. Man stelle sich quasi mal eine 12.000er Körnung vor .

Diese Partikel sind in einer gelartigen dickflüssigen Masse enthalten und werden durch Hitze und Druck zerlegt, verfeinern sich also immer weiter je länger sie mit der Poliermaschine oder von Hand bearbeitet werden.

Die Schleifpartikel lassen sich schneller zerlegen wenn man ein härteres Pad oder eine Maschine mit mehr Leistung hat.

Politur enthält zudem oft auch Polieröle die den Glanz steigern sollen. Diese sind nicht wirklich nötig und werden auch von Lackierern nicht gern verwendet, da man so behandelte Oberflächen nicht mehr (ohne aufwendige Reinigung) lackieren kann.

Um die Oberfläche fein und glänzend zu bekommen reichen also die “richtig” kleinen Mikro-Schleifkörper aus. Wie diese zusammen gesetzt und ausgelegt sind ist Geheimnis der Hersteller, so gibt es eben auch sehr schlechte und wahnsinnig gute Polituren.

Ob es sich dabei um eine Schleifpaste oder Hochglanzpolitur handelt unterscheidet letzten Endes nur die Rezeptur. Also die Komposition der einzelnen Mikropartikel mehr Schleifwirkung haben oder mehr Glanz erzeugen.

Wenige Hersteller schaffen es sogar beides in einem Produkt zu vereinen, solche Polituren sind oft teurer, lohnen sich aber da man nur eine statt zwei braucht um Kratzer zu beseitigen und die Oberfläche zu neuem Glanz zu bringen.

Hier ein Bild einer gängigen Autopolitur von Meguiars :

Wichtig ist bei allen Polituren aufgrund der oben genannten Begebenheit, das man die Politur von anfangs milchig zu fast klar “durch” fährt. Nur so bekommt man das volle Potential aus dem was man gekauft hat raus.

Politur lässt sich nachdem sie komplett durchgefahren wurde sehr leicht mit einem Mikrofasertuch entfernen.

Es gibt noch viele andere Mittelchen die sich Autopolitur oder Politur allgemein nennen, es aber nicht sind. Viele dieser Zauberfläschchen enthalten einfach nur füllende Stoffe die die Defekte für kurze Zeit unsichtbar machen. Auf solche Mittel verzichten wir gerne da die Defekte so nur überdeckt werden und der Glanz nicht der Beste werden kann.